ITAS Traumakompetenz Stuttgart

In den vergangenen Jahren wurden von mir in zahlreichen Institutionen und auf Fachtagungen Vorträge zum Thema Psychotraumatologie gehalten. Hier nur drei Beispiele:

Halt durch Haltung – Grundlagen einer Transaktionalen Traumatherapie

10.-12.05.2019, 39. Kongress der deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA).

Uwe Schulz-Wallenwein und Adelheid Krohn-Grimberghe

Seit vielen Jahren beraten und therapieren wir Menschen mit unverarbeiteten Traumaerfahrungen. Hauptsächlich sind es komplexe posttraumatische Störungen im Sinne des neuen ICD 11.

Wir finden es eine spannende Herausforderung, gemeinsam die TA in Bezug auf ein so komplexes Störungsbild wie die „komplexe posttraumatische Belastungsstörung“ zu diskutieren.

Nach Sichtung und Auswertung aktueller psychotraumatologischer Fachliteratur haben wir immer mehr den Eindruck gewonnen, dass wir auch in der Transaktionsanalyse viele Konzepte haben, die intra- wie interpsychische Traumaprozesse gut beschreiben. Das „Skriptsystem“ oder das Ich-Zustandsmodell sind zum Beispiel für das Verständnis des/ den Umgang mit dem Trauma-Störungsbild gut geeignet, wenn sie entsprechend angepasst werden.

Wir werden in unserem Vortrag einige TA-Konzepte sehr „freihändig“ interpretieren, um sie für die Traumaarbeit, wie wir sie verstehen, nutzbar zu machen.

Entlang typischer Themen in der Traumatherapie präsentieren wir eine TA-basierte Vorgehensweise und diskutieren diese gerne mit den Teilnehmer*innen.

Wie erkenne ich Trauma?

20. bis 22. Mai 2016, 37. Kongress der deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA).

Uwe Schulz-Wallenwein
Aus zahlreichen Untersuchungen wissen wir, dass es häufig einen biografischen Zusammenhang zwischen schweren psychischen und körperlichen Erkrankungen und frühen Traumaerfahrungen gibt.

Traumafolgestörungen zeigen sich komplex und für Betroffene wie BeraterInnen und TherapeutInnen oft sehr versteckt. Für die schwierige Diagnostik von Trauma sind die Diagnosevorschläge von DSM und ICD in der Praxis nur bedingt hilfreich. Insbesondere komplexe Traumatisierungen (Trauma Typ II) zeigen sich, wenn überhaupt, erst im Laufe eines vertrauensvollen Prozesses. Gleichzeitig ist es für die Beratungs-/Behandlungsplanung relevant, traumatherapeutische Ansätze zu integrieren und den Klient*innen besser gerecht zu werden.

In meinem Beitrag möchte ich einladen, die komplexen, wie z.B. dissoziativen Auswirkungen traumatischer Erfahrungen als vielschichtige Anpassungen zu verstehen. So werden sie als Traumafolgen erkennbar.

Dazu integriere ich Erkenntnisse aus der Neurobiologie, wie auch transaktionsanalytische und hermeneutische Ansätze.

Als Ergebnis dieser Überlegungen diskutiere ich eine „TraumaSensible beziehungsorientiert-narrative Diagnostik“, die sich von der hermeneutischen Prämisse leiten lässt: „Verstehen braucht Zeit“.

TraumaSensible Diagnostik

06.-08. April 2016, 21. Tübinger Suchttherapietage, veranstaltet von der Universitätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie.

 

Uwe Schulz-Wallenwein
Aus vielen Untersuchungen (u.a. in: »Sucht-Bindung-Trauma«, Lüdecke et al Hrsg.) wissen wir, dass es häufig einen biografischen Zusammenhang zwischen insbesondere schweren Suchterkrankungen und frühen, nicht integrierten Traumaerfahrungen gibt.


Traumafolgestörungen zeigen sich komplex (somatisch, emotional, im Verhalten und Beziehungsgestaltung), indirekt und für Betroffene wie TherapeutInnen oft sehr versteckt. Für die schwierige Diagnostik von Trauma sind die Diagnosevorschläge von DSM und ICD in ihrer heutigen Fassung für der klinischen Praxis teilweise nur bedingt hilfreich.

Insbesondere frühe und komplexe Traumatisierungen (Trauma Typ II) zeigen sich, wenn überhaupt, erst im Laufe eines vertrauensvollen therapeutischen Prozesses.


Gleichzeitig ist das Wissen über Traumatisierungen für die suchttherapeutische Behandlungsplanung durchaus relevant, um gegebenenfalls sucht- und traumatherapeutische Ansätze sinnvoll zu integrieren und den Klient*innen besser gerecht zu werden.
In meinem Beitrag möchte ich dazu einladen, die komplexen, wie z.B. dissoziativen Auswirkungen unverarbeiteter traumatischer Erfahrungen als vielschichtige maladaptive Anpassungen besser zu verstehen und somit auch eher als Traumafolgen zu erkennen.
Dazu integriere ich Erkenntnisse aus der Neurobiologie, also Erklärungen auf neuronaler Ebene, wie auch psychodynamische und hermeneutische, also verstehensorientierte Ansätze.


Als mögliches Ergebnis dieser Überlegungen diskutiere ich eine »TraumaSensible beziehungsorientiert-narrative Diagnostik«, die sich von der hermeneutischen Prämisse leiten lässt: »Verstehen braucht Zeit«.