Wie erkenne ich Trauma?

Vom 20. bis 22. Mai 2016 findet in Hamburg der diesjährige 37. Kongress der deutschen Gesellschaft für Transaktionsanalyse (DGTA) statt.


Auf diesem Kongress mit dem Thema „Tore und Brücken zur Welt“ werde ich diesen Vortrag halten:

Wie erkenne ich Trauma?
Aus zahlreichen Untersuchungen wissen wir, dass es häufig einen biografischen Zusammenhang zwischen schweren psychischen und körperlichen Erkrankungen und frühen Traumaerfahrungen gibt.

Traumafolgestörungen zeigen sich komplex und für Betroffene wie BeraterInnen und TherapeutInnen oft sehr versteckt. Für die schwierige Diagnostik von Trauma sind die Diagnosevorschläge von DSM und ICD in der Praxis nur bedingt hilfreich.Insbesondere komplexe Traumatisierungen (Trauma Typ II) zeigen sich, wenn überhaupt, erst im Laufe eines vertrauensvollen Prozesses. Gleichzeitig ist es für die Beratungs-/Behandlungsplanung relevant, traumatherapeutische Ansätze zu integrieren und den KlientInnen besser gerecht zu werden.

In meinem Beitrag möchte ich einladen, die komplexen, wie z.B. dissoziativen Auswirkungen traumatischer Erfahrungen als vielschichtige Anpassungen zu verstehen. So werden sie als Traumafolgen erkennbar.

Dazu intergriere ich Erkenntnisse aus der Neurobiologie, wie auch transaktionsanalytische und hermeneutische Ansätze.

Als Ergebnis dieser Überlegungen diskutiere ich eine „TraumaSensible beziehungsorientiert-narrative Diagnostik“, die sich von der hermeneutischen Prämisse leiten lässt: „Verstehen braucht Zeit“.

TraumaSensible Diagnostik

Vom 06.-08. April 2016 finden die 21. Tübinger Suchttherapietage, veranstaltet von der Univeritätsklinik für Psychiatrie und Psychotherapie in Tübingen statt.


Auf diesem Fachkongress mit dem Titel „Herausforderungen und Chancen der Suchttherapie“  werde ich folgenden Vortrag halten:
Trauma-Sensible Diagnostik
Aus vielen Untersuchungen (u.a. in: „Sucht-Bindung-Trauma“, Lüdecke et al Hrsg.) wissen wir, dass es häufig einen biografischen Zusammenhang zwischen insbesondere schweren Suchterkrankungen und frühen, nicht integrierten Traumaerfahrungen gibt.
Traumafolgestörungen zeigen sich komplex (somatisch, emotional, im Verhalten und Beziehungsgestaltung), indirekt und für Betroffene wie TherapeutInnen oft sehr versteckt. Für die schwierige Diagnostik von Trauma sind die Diagnosevorschläge von DSM und ICD in ihrer heutigen Fassung für der klinischen Praxis teilweise nur bedingt hilfreich.
Insbesondere frühe und komplexe Traumatisierungen (Trauma Typ II) zeigen sich, wenn überhaupt, erst im Laufe eines vertrauensvollen therapeutischen Prozesses.
Gleichzeitig ist das Wissen über Traumatisierungen für die suchttherapeutische Behandlungsplanung durchaus relevant, um gegebenenfalls sucht- und traumatherapeutische Ansätze sinnvoll zu integrieren und den KlientInnen besser gerecht zu werden.
In meinem Beitrag möchte ich dazu einladen, die komplexen, wie z.B. dissoziativen Auswirkungen unverarbeiteter traumatischer Erfahrungen als vielschichtige maladaptive Anpassungen besser zu verstehen und somit auch eher als Traumafolgen zu erkennen.
Dazu intergriere ich Erkenntnisse aus der Neurobiologie, also Erklärungen auf neuronaler Ebene, wie auch psychodynamische und hermeneutische, also verstehensorientierte Ansätze.
Als mögliches Ergebnis dieser Überlegungen diskutiere ich eine „TraumaSensible beziehungsorientiert-narrative Diagnostik“, die sich von der hermeneutischen Prämisse leiten lässt: „Verstehen braucht Zeit“.